Zur Geschichte des Bürgerbataillons

Die Geschichte des Hausberger Freischießens reicht über 355 Jahre zurück in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der 1648 im Westfälischen Frieden endete und durch den das Fürstentum Minden und damit auch der Flecken Hausberge zu Brandenburg kam. Wie in allen Städten und Flecken hatten in diesen unruhigen und kriegerischen Zeiten auch die Bürger des Fleckens Hausberge ihren Ort zu verteidigen. Sie waren im Besitz von Gewehren, in deren Gebrauch sie sich zu üben hatten. Um den Bürgern in dieser Hinsicht einen Ansporn zu geben, hatte der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640- 1688) einen Betrag von 6 Reichstalern für den Bürger ausgesetzt, der bei dem alljährlich am 2. Pfingsttage stattfindenden Freischießen den besten Schuss abgab. Später hob der Enkel des Großen Kurfürsten König Friedrich Wilhelm l. das Hausberger Freischießen auf, und damit fiel auch die früher gewährte Schießprämie weg.

Im Jahre 1733 wandte sich der Magistrat des Städtchens Hausberge mit der Bitte an den König, das Freischießen wieder zu gestatten und dem besten Schützen die frühere Schießprämie wieder zu gewähren. Der Amtmann des Amtes Hausberge befürwortete das Gesuch; er wies in seinem Schreiben an den König auf die Notwendigkeit hin, dass die Bürger im Falle der Not mit einem „tüchtigen Gewehr versehen seyen". Diese Schreiben, zu denen auch noch ein positives Antwortschreiben aus Berlin vom 25. August 1733 gehört, sind die ältesten Dokumente über das Hausberger Freischießen, die erhalten sind.

Deshalb gilt das Jahr 1733 als das Anfangsjahr des Hausberger Freischießens, obwohl aus den Dokumenten hervorgeht, dass es auch davor zu Zeiten des Großen Kurfürsten (s. oben) schon das Freischießen gab.

 

(Zum Teil nach A. Breemeier „Hausberge an der Porta", Seite 148 - 150)

Traditionsreiches Freischießen

In Fortsetzung einer über 300 Jahre alten Tradition wird das Freischießen seit 1955 wieder alle zwei Jahre regelmäßig ausgerichtet.

 

  

 

 

 

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